Arbeitsansatz

Unsere Zielstellung / sozialpädagogischer Auftrag

Unser Ziel ist die Integration und ganzheitliche Förderung aller betreuten Kinder.

Alle Kinder der Klassenstufen 1- 6 an den Förderschulen im Landkreis PM haben einen gesetzlich geregelten Rechtanspruch auf Tagesbetreuung. Wir verstehen unseren Auftrag in diesem Rahmen vor allem als Erziehungsauftrag. Wir fördern und fordern die uns anvertrauten Kinder in allen Bereichen des Lebens –  kognitiv, sozial und emotional.

Das heißt, sie mit ihren individuellen Besonderheiten, Bedürfnissen, Stärken und auch Schwächen zu respektieren, aber auch sie zu konfrontieren, ihnen Werte und Normen zu vermitteln. Wir sind davon überzeugt, dass sich jeder aus eigenem Antrieb verändern kann. Wir unterstützen und begleiten diese Veränderungsprozesse, indem wir ihre Eigenverantwortlichkeit, ihre Alltagsfähigkeit, ihr Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl wahrnehmen und fördern.

Wir vermitteln Kindern Vertrauen, Menschlichkeit, Güte und Wärme, Lebensfreude und in unseren Einrichtungen einen „sicheren Hafen“.

Unsere Arbeit mit den Kindern ist geprägt von liebevoller Konsequenz und haltgebender Strenge. Entlang klarer Strukturen und Regeln können sich die Kinder erleben, anderes Verhalten probieren und sich akzeptiert und wertgeschätzt erfahren. Wir versuchen mit all unseren Angeboten dem Bedürfnis der Kinder nach Freizeit, Spiel, Aufmerksamkeit, Anerkennung, Orientierung, Sicherheit, Zuneigung und auch Versorgtsein  zu entsprechen. Wir arbeiten beständig daran, innerhalb unserer Betreuung die Kinder an selbstständige Lösungen heranzuführen, zunehmend Erklärungen für ihr Handeln zu finden und sich in ihrer Verantwortung für sich und ihr Tun weiterzuentwickeln.

 

Wir orientieren uns am Kind

Innerhalb der Beziehungsarbeit werden feste Rahmenbedingungen aufgestellt. Die Kinder erkennen und leben in klaren Strukturen und Regeln in der Tagesgestaltung und des Miteinander.

Es gibt spezifische Orte gemeinsamer Aktivitäten, aber auch der Ruhe und Entspannung. Der Tagesablauf wird so gestaltet, dass die Kinder in selbst gewählten Kleingruppen oder auch allein ihren Spielbedürfnissen und Aktivitäten nachgehen können. Die Räume sind so gestaltet, dass sie Anreize und Orientierung geben können, das Materialangebot ist für alle Kinder sichtbar und offen zugänglich, so dass Impulse für Selbstaktivität auch vom Material heraus entstehen.

Die Kinder entscheiden, an welchem Projekt oder Angebot sie sich beteiligen möchten. In Gesprächen mit den Kindern und regelmäßigen Kinderbesprechungen werden Ideen, Vorschläge und Erfahrungen ausgetauscht und die Entwicklungsprozesse aus der Perspektive der Kinder heraus gestaltet. Mitbestimmung und Mitgestaltung sind zentrale Pfeiler unserer Tagesbetreuung, wir wollen Haltungen und Werte vermitteln, zu Selbständigkeit und Autonomie erziehen.

All unsere Angebote folgen dem Ziel der körperlichen, geistigen und seelischen Förderung der Kinder und dem Erlernen sozialer Kompetenzen, auch Alltagskompetenzen. Dazu gehört ganz wesentlich ein positives Welt– und Menschenbild, das Erlernen und Verstetigen von Kulturtechniken und Ritualen ( wie z.B. Tisch decken und das  gemeinsame Einnehmen von Mahlzeiten) und selbstverständlich auch die konstruktive Bewältigung von Konflikten. Während der regelmäßigen Kinderbesprechung werden die Vorhaben und Projekte der Woche besprochen und Vergangenes ausgewertet. Die Kinder erfahren Motivation über Reflektion und Lob. 

 

 Orientierung auf die Eltern und  Familien

Die enge Zusammenarbeit mit den Eltern und Familien ist einer der Grundsätze unserer Arbeit.

Wir bieten in regelmäßigen Abständen Elterngespräche in Form von Beratungen und Informationsgesprächen als Hausbesuch oder in der Einrichtung an. Innerhalb der Beratungen setzten wir unser Verweisungswissen ein und vermitteln andere Fachkräfte zur Entlastung in der elterlichen Erziehung aber auch zur Entwicklungsförderung der Kinder. Wir beziehen die Eltern in die Gestaltung der Förderung und Betreuung ein, informieren sie über Elternbriefe und laden zu Elterversammlungen und Festen ein.

Der Gedanke der Prävention ist uns in unserem Handeln sehr wichtig. Wir stärken Eltern in ihrer Selbstwirksamkeit und arbeiten im Interesse einer guten Entwicklung ihrer Kinder Hand in Hand.

 

Kooperation mit anderen Fachkräften und Partnern

Die Schule und die Eltern  – bei fremduntergebrachten Kindern die stationären Einrichtungen / Pflegefamilien – sowie die beteiligten Fachämter sind unsere engsten Kooperationspartner.

Der regelmäßige Informationsfluss  und die inhaltlichen Absprachen wie z.B. die gemeinsame Erarbeitung von Förderplänen, gemeinsame Projekte und die gegenseitige Unterstützung an den einzelnen Standorten sind Inhalte der beständigen Kooperation vor Ort. Auch die Zusammenarbeit mit den Schulsozialarbeitern an den Schulen ist ein Bindeglied zwischen Schule, integrierter Tagesbetreuung und Familien.

Uns ist die Öffnung ins Gemeinwesen wichtig. Dazu gehört die Nutzung und Vernetzung mit der regionalen sozialen Infrastruktur; z.B. die Zusammenarbeit mit Jugendfreizeiteinrichtungen, anderen Jugendhilfeträgern und anderen Institutionen.

 

Dokumentation und Selbstevaluation

Die Entwicklungsprozesse und Abläufe werden in den Einrichtungen dokumentiert. Unsere Fachkräfte vor Ort  werden durch die eingesetzte Pädagogische Leitung in regelmäßigen Teamberatungen fachlich begleitet und beraten. Alle Mitarbeiter nehmen regelmäßige Supervisionen wahr und werden in ausgewählten Fortbildungen weitergebildet.